Marcello de Cartier Saddle Bag
- Marke:
- Cartier
- Modell:
- Marcello de Cartier Saddle Bag
- Preis:
- um 900 bis 1370 Euro
- Warum jetzt:
- Die neue „Marcello de Cartier“-Tasche verfolgt mich jetzt schon seit Januar, obwohl sie im Juli erst in die Läden kommen soll. Schon im tiefsten Winter bei Eis und Schnee wurde unser styleproofed Team ausgewählt, die Tasche für ein Presseshooting Probe zu tragen. Ende Mai ist sie nun endlich bei uns in der Redaktion eingetroffen und wir können sie im Real Life Test unter die Lupe nehmen. Die Marcello Bag soll eine neue Generation von mobilen und urbanen Frauen beglücken und der Taschenlinie von Cartier ein jüngeres Image verpassen. Mal sehen, ob mein Test den Imagekick bestätigen kann.
- Erster Eindruck:
- Die Verpackung der kirschroten Tasche ist atemberaubend. Sie wird in einem Karton geliefert, der an eine überdimensionierte Schmuckschatulle erinnert. Gut, wenn man den Karton dann öffnet, gibt es keine Cartier-Diamanten, aber einen ziemlich hübschen Taschenbeutel mit passender Paspelverzierung, in den die kirschrote Umhängetasche aus weichem Velours - und Nappaleder gebettet ist. Der Schultergurt wird anständigerweise in zwei Versionen mitgeliefert: als langer Schultergurt und als kürzerer Henkelgurt. Beide Varianten sind aus rotem Reptilleder und verlängern optisch die passende Zierkante auf der Taschenflappe. Die beiden aussagekräftigsten Details der Tasche sind allerdings die Form und die Farbe. Die Form ist lässig und praktisch mit leicht abgerundeten Kanten und erinnert ein wenig an die Paraty Bag von Chloé. Das zweite Detail ist die Farbe. Meine Marcello ist aus tiefem Kirschrot, wie man es von den Cartierschmuckschatullen kennt. Es gibt sie allerdings auch in den Farben Schwarz, Braun und Karamell, denn die rote Marcello ist limitiert und wird nicht allzu lange auf dem Markt bleiben.
- Was taugt sie:
- Da die große ( 220mm x 320mm x 120mm) Marcello als Businesstasche angelegt ist, musste sie mich gleich auf einen Businesstrip nach München begleiten. Meine Mission: der Besuch einer internationalen Konferenz, die mir von morgens bis abends Style und Professionalität im Auftreten abverlangt. Bedeutet: Meine Tasche muss ein Allrounder sein, der Business-, Dinner- und Partybesuch gleichzeitig abdeckt. Die Tasche hat zwei großzügige Außentaschen, eine davon mit Reißverschluss und Handyfach, und eine kleine Extra-Tasche innen für Geld und Schlüssel. Generell bietet sie eine sehr gute und clevere Platzverteilung, die Privates (Bikini für den Starnberger See) und Jobunterlagen voneinander zu trennen weiß. Einziger großer Nachteil: mein Macbook passt mit seiner Ummantelung nicht in die Tasche. Optisch aber hat sich die Marcello zu 100 Prozent bewährt. Mit ihr wurde mein Businessalltag lässiger, abends passte sie - trotz ihrer Größe – perfekt zum kleinen Schwarzen und roten Lippen. Nur der Preis ist leider „very Cartier“: 1140 Euro. Echte Fans, die auch 1000 Euro für einen Trinity-Ring ausgeben, dürfte das allerdings kalt lassen.
- Neidfaktor:
- Die Marcello Bag zeigt kein sichtbares Cartier Logo außen an der Tasche, denn die typische Logoprägung ist unter der Taschenflappe verborgen. Allerdings können sich die Logo-Fetischisten, zu denen ich nicht gehöre, das silberne Cartier C als mitgelieferten Anhänger an die Tasche klicken.
- Fazit:
- Die Marcello ist wirklich ein Allrounder, der Dank seiner Form relativ zeitlos und praktisch ist. Allerdings würde ich sie unbedingt in dunklem Kirsch oder Cartier-Rot empfehlen, da es im Gegensatz zu Schwarz oder Braun viel ausgefallener wirkt. In jedem Fall eine Tasche für Frauen, die Zeitlosigkeit und versteckte Eleganz lieben und Taschen von Chloé, Balenciaga oder Chanel als viel zu „IT“ empfinden.
- Ja, ein genialer Coup von Chanel! (20%, 2 votes)
- Nee! Ein Mann?! Ich verstehe das nicht! (10%, 1 votes)
- Keine Ahnung, mich langweilt der Brangelina-Hype... (50%, 5 votes)
- Was wohl Coco Chanel dazu sagen würde? (20%, 2 votes)