International Jacke von Barbour
- Warum jetzt?
- Da man ja hier nie weiß, was das Wetter gerade hergibt, war ich schon lange reif für eine Allround-Jacke, die immer passt, unverwüstlich und trotzdem identitätsstiftend ist. Die "International" von Barbour war mit Sicherheit nicht meine erste Wahl, im Nachhinein aber die beste: In den 30ern ursprünglich als Motorradanzug entworfen, jetzt eine perfekte Alternative zur Lederjacke.
- Der erste Eindruck:
- Wie erwartet irgendwie tough. Die Jacke wirkt steif, schwer...ich glaube wertig ist das richtige Wort. Besonders angenehm fiel mir auf, dass die gute Barbour, auch wenn sie nass wird, nicht mehr so streng riecht wie früher, als sie schon mal an des Menschen besten Freund im ebenfalls nassen Zustand erinnern konnte. Auch war die Jacke nicht mehr so „sticky“, wie man es kannte. Laut der Fachhändlerin hat Barbour die Webart des immer noch schweren (thornproof) Baumwolltuchs verändert, so dass die Faser das Wachs besser aufnimmt und nicht an der Oberfläche belässt. Wasserdicht ist sie trotzdem wie eh und je, natürlich nicht in dem Maß, wie es eine moderne HighTech Wetterjacke verspricht, aber die sieht dafür auch immer aus wie ein Anorak.
- Passt zu:
- Am besten sieht die International zu Jeans und Lederstiefeln aus (wahlweise auch Cord und Gummi) aber auch jede Art von Chinos und Segelschuhen machen einen guten Eindruck. Ein Klassiker eben. Engländer bis hin zu den „Ober-Engländern“ wie Prinzen und Könige in spe tragen die normalen Barbours auch gerne mal über dem Anzug, aber das muss jeder selbst entscheiden.
- Faktor X:
- Wer trug wohl als toughste Stilikone aller Zeiten eine Barbour International während seiner Testosteron-Touren auf dem Motorrad – Steve McQueen! Da erübrigt sich eigentlich die Entscheidung zwischen den ewigen Rivalen, Barbour oder Belstaff. Ja gut, der junge Che trug eine Belstaff, aber da war Belstaff noch englisch und nicht italienisch und noch nicht Kampen infiziert. PS: Der Name International stammt übrigens vom Motorradrennen "International Six Day Trials", für das der Enkel des Firmengründers John Barbour den damals noch grünen Motorradanzug entworfen hatte.
- Preis-Leistung:
- Die Ärmel stoßen sich mit der Zeit immer mehr ab und sie wird immer „ledriger“, aber auch immer „besser“. Und gegen kleines Geld kann man diese Jacke immer wieder zum Nachwachsen oder zur Reparatur nach England schicken.
- ziemlich geschmacklos (35%, 21 votes)
- grosses Kino (15%, 9 votes)
- eine wichtige Message (35%, 21 votes)
- Mode, Models und Öl- was soll der Quatsch (15%, 9 votes)