Sonnenbrille Truman von Mykita
- Marke:
- Mykita
- Modell:
- Sonnenbrille Truman von Mykita
- Preis:
- um 279 Euro
- Warum gerade diese Brille:
- Das Modell heißt „Truman“, bezeichnenderweise, denn wie Capote habe ich einen Recall von 90%, was mich für meinen Beruf prädestiniert hat, denn ich treffe eine Menge Leute und muss doch nie ein Bandgerät mitnehmen, weil ich mir das Wichtige komplett merken kann (et j’adore de Travelling Light). Á propos: Ich besitze nicht nur von Berufs wegen eine ganze Menge Sonnenbrillen, außerdem bin ich kurzsichtig und eines Tages überredete mich mein Optiker Tobias, eine Brille zu kaufen („Du kannst nicht andauernd Kontaktlinsen tragen, sonst wird alles nur noch schlimmer“). Das Modell hieß „Buddy“ (nach „Holly“, sah auch exakt so aus), war auch schon von Mykita und ich schätzte anfänglich vor allem die Leichtgewichtigkeit des sogenannten Gestells, das bei Mykita beinahe ausnahmslos aus einem Stück Federstahl gestanzt wird. Das bringt auch praktische Vorteile: Die Brille wird dazu ein großes Stück weniger zerbrechlich (man warte geduldig auf Brillengläser aus Federstahl), denn es kommt ja doch häufiger vor, dass man sich versehentlich auf seine Brille setzt – oder jemand auf das mit Brille bewehrte Gesicht.
Anyway: Die Abbildung zeigt mich selbst im Zwiegespräch mit einem Exemplar der auf 25 Stück limitierten Serie handbemalter Totenschädel aus der Porzellanmanufaktur Nymphenburg, die es seit dem 1. Mai bei Andreas Murkudis in Berlin zu kaufen gibt. Die Präsentation dieser und weiterer Wertgegenstände fand statt umrahmt von einem Frühstück, das es mir ermöglichte, bereits um elf Uhr morgens unauffällig ein paar Gläser Champagner zu mir zu nehmen. Da ich nicht geschlafen hatte, und das Testing der Sonnenbrille einen in etwa 72stündigen Durchlauf erfordern sollte, wirkte der Alkohol bei mir nicht annähernd so fatal wie auf die übrige Frühstückscrowd. Mein Tripsitter entdeckte daraufhin, dass wenn man die Nymphenburgschädel umdrehte, sich auf der Unterseite ein großes Loch (beim Original zum Einschieben der Nervenbahnen via Wirbelsäule angelegt) befand, das in einen perfekt abgedichteten Hohlraum führte – im Original wird der vom Gehirn ausgefüllt. Was nun, so mein Freund, „wenn wir die mitgebrachte LSD-Bowle aus der Caprisonnentüte in den Schädel füllen?“ Dann, stellte ich unheimlich schlagfertig fest (90% Recall sind ja nur der Anfang!): „Brauchen wir nur noch zwei Strohhalme.“ „Aber echte“, forderte der Freund in einer der typischen Aufwallungen der Appropriationen elterlicher Vernunft. Es sollte die letzte sein.
- Ja, ein genialer Coup von Chanel! (20%, 2 votes)
- Nee! Ein Mann?! Ich verstehe das nicht! (10%, 1 votes)
- Keine Ahnung, mich langweilt der Brangelina-Hype... (50%, 5 votes)
- Was wohl Coco Chanel dazu sagen würde? (20%, 2 votes)