Leder-Sakko von Louis Vuitton
- Marke:
- Louis Vuitton
- Modell:
- Sakko aus Kalbsleder mit Details aus Nylonstoff
- Preis:
- um 2900 Euro
- Warum jetzt?
- Leder spielt auch in der Männermode eine immer größere Rolle. Doch während andere Marken auf eher „rauere“ Varianten setzen, entwarf Marc Jacobs einen Blazer aus superweichem Leder. Abgesehen von der sehr kurzen Short ist die Kombination mit einem ultra-bequemen Baumwoll-Nylon-Stehkragenhemd ein trendiger Look, wenn es mal etwas chicer sein muss. Beispielsweise wie in meinem Fall, als ich an einer beruflichen Abendveranstaltung mit dem Dresscode „Beautiful“ teilnehmen musste. Ein Anzug war mir zu spießig – den überließ ich den Verwaltungsangestellten. Ein Casual-Look wäre dagegen nicht adrett genug gewesen.
- Der erste Eindruck:
- Die Teile gebe ich nie mehr aus der Hand. Während ich mir überlegte, welche Ausrede ich mir einfallen lassen könnte, um die Testware nicht mehr zurück zu schicken („Wie, das Paket kam nicht an?!“), erwischte ich mich dabei, wie ich minutenlang meinen Look vorm Spiegel bewunderte. Man muss wissen, dass ich Ledersakkos eigentlich überhaupt nicht mag. Irgendwie muss ich immer an Dieter Bohlen in den Neunzigern denken. Das Sakko ist sehr schmal geschnitten und wirkt mit seinen Nylonstoff-Details in grün und taupe sehr minimalistisch und modern. Der Schnitt dagegen ist so schmal, dass es eben gleichzeitig wie ein klassisches Sakko getragen werden kann. Perfekt dazu passt das Baumwoll-Stehkragen-Hemd, das so weich ist wie ein T-Shirt (als Mann schätzt man einen hohen Wohlfühlfaktor). Der Brustteil wurde aus gecrushtem Nylonstoff verarbeitet, was hervorragend zu den Details am Sakko passt.
- Passt zu:
- Chinos in grün, braun oder beige. Das derbere Material lässt das Sakko selbstverständlich wirken. Eine Anzughose ist nicht empfehlenswert. Genauso wenig wie Jeans. Dazu passen Desert Boots oder Sneakers. Im Sommer natürlich auch Sandalen. Das Hemd ohne Sakko ist ebenfalls ein Hingucker und kann auch zu nicht vorgewaschenen Blue Jeans sehr gut aussehen. Wichtig ist, Teile zu wählen, die sehr „basic“ wirken. Ansonsten besteht die Gefahr, dass man overdressed wirkt. Leder und Nylon sprechen schließlich für sich selbst.
- Neidfaktor:
- Hoch. Bei der besagten Abendveranstaltung gab es schiefe Blicke von den Verwaltungsangestellten und Komplimente von den Coolen. Frauen wollten immer das zarte Leder streicheln. Mehr geht nicht.
- Preis-Leistung:
- Wer spricht nach einem perfekten Auftritt schon von Geld?
- Ja, ein genialer Coup von Chanel! (20%, 2 votes)
- Nee! Ein Mann?! Ich verstehe das nicht! (10%, 1 votes)
- Keine Ahnung, mich langweilt der Brangelina-Hype... (50%, 5 votes)
- Was wohl Coco Chanel dazu sagen würde? (20%, 2 votes)