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DüFTE / besprochen von Silke Wichert am 11.10.2011

Valentinos Valentina: der neue Duft für halb-rebellische Mädchen

Marke:
Valentino
Modell:
Valentina Eau de Parfum
Preis:
um 72,90 Euro
Where to buy
Warum jetzt:
Valentino hat bei den Schauen in Paris gerade wieder eine der - hier kann kein anderes Wort gebraucht werden "schönsten" Kollektionen für nächsten Sommer gezeigt. Aber schon die letzten Saisons katapultierten das alte Couture-Haus wieder zurück in die Neuzeit. Vor allem dank der bestselling Taschen und Schuhe (die Kreativdirektoren Maria Grazia Chiuri und Pier Paolo Piccioli waren früher unter Valentino Garavani für die Accessoires zuständig) sind die Umsatzzahlen zuletzt um mehr als 20 Prozent gestiegen.
Fehlt nur noch ein neuer Duft, der dem überholten Image der Marke gerecht wird. Das neue Parfum Valentina sollte also tunlichst weniger tuffig und elegant sein, sondern - ja was eigentlich?
Der erste Eindruck:
Der schönste Parfum-Flakon seit langem. Der dürfte eigentlich gleich "ungekostet" in mein Badezimmer einziehen. Die Form an sich ist schlicht, damit den drei Emaille-Blumen (auf den kleineren Größen sind weniger Blumen - was natürlich gemein ist..) in zartem Rosa, Weiß und Nude die ganze Show bleibt, die Wahrzeichen der Valentino-Haute-Couture. Jede Wette: Allein wegen dieser hübschen, im Vergleich zu all den anderen "sexed up" Düften deutlich anachronistischen Aufmachung wird Valentina ein Bestseller.
Duftet zuerst nach:
..meiner Jugend, genauer: Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre, als süßliche, fast kitschige Düfte "in" waren. Auf Anhieb entspricht dieser Duft also genau nicht dem neuen Image von Valentino, wie es die Designer verkaufen: träumerisch, aber dabei ein bisschen rebellisch, elegant und klassisch, aber viel jünger als frühere "Valentinas". Bei der Präsentation in Rom sind alle begeistert - allerdings mehr wegen der fantastischen Präsentation, für die ein alter Palazzo komplett mit Rollrasen und zum Lustgarten ausgelegt wurde. Die Duft-Proben selber verschwinden eher diskret in den Handtaschen, nur eine Russin spricht laut aus, was alle denken "uuuh, that's sweeet!"
Duftet dann nach:
Eigentlich hatte ich den Duft für mich schon abgehakt, aber der Flakon mit den Blumen ist zu schön, um ihn in der Schachtel versauern zu lassen und nur fürs Rumstehen habe ich nicht viel übrig also benutze ich Valentina tatsächlich ein paar Mal morgens. Und: Ich entdecke meine "süße Seite". Vielleicht liegt es an all der "Sweetness", die gerade bei den Schauen in Mailand und Paris präsentiert wurde, vielleicht habe ich auch keine Lust mehr auf Unisex-Düfte, so ein ordentliches Blumenbouquet aus Jasmin, Orangenblüte und Tuberose (außerdem: Bergamotte, Erdbeere und Zedernholz - was ich natürlich nicht herausgerochen sondern nur nachgelesen habe...) ist für mich eigentlich eine gute Abwechslung. Vielleicht also so altmodisch, dass es schon wieder total "crazy" ist?
Andere sagen:
Relativ wenig, dafür scheint der Duft zu vertraut. Aber interessiert angeschaut, vielleicht auch ausprobiert, wurde er offenbar schon heimlich bei uns im Bad - da waren Patschefinger, die definitiv nicht von mir stammen.
Passt zu:
Das Testimonial im sehr aufwendigen Spot zu Valentina ist Freja Beha Erichsen, die jetzt keine Überraschung ist, aber den angeblich so ambivalenten Charakter des Duftes gut verkörpert. Trotzdem finde ich braucht man für diesen Duft eher eine leicht verträumte Ader und eine gute Portion Mädchenhaftigkeit und nur eine verkappte Rebellen-Attitüde. Heißt: Mehr etwas für Frauen, die auch mal Blusen und Volants mögen statt strikt nur Jeans und T-Shirt.
Silke Wichert
Standort: Berlin
Standpunkt:
„Doch, doch, genau so habe ich das gemeint“
Hauptbeschäftigung: Im Moderessort des SZ-Magazins. Zusammen mit Julia Freitag gründete sie Ende 2009 styleproofed.com


Kauft mir das bitte jemand: Das schwarze Kleid mit Wabensmok an den Ärmeln aus der Valentino-Kollektion für Herbst-/Winter 2012/2013

Das sollte bitte niemand mehr tragen: Die Lammfelljacken- und Bikertrenchcoat-Burberry-Kopie von Topshop. Werden leider auch nicht besser, wenn man sie tagtäglich anzieht






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Brad Pitt wirbt als erster Mann für den Parfum-Klassiker Chanel No. 5: Macht das Sinn?
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