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MAKE-UP / besprochen von Kerstin Geffert am 26.05.2011

Tanned, actually… Selbstbräuner von St. Tropez im Test

Warum jetzt?
Jeden Mai derselbe Mist: die knieumspielenden Neu-Errungenschaften hängen im Schrank, die Temperaturen wären auch kein Hindernis – aber die Beine sehen nach monatelanger Sonnenabstinenz aus wie Milch mit Spucke. Abhilfe verspricht hier entweder der Griff zum knöchellangen Maxirock (Verhüllungsstrategie), die Ist-mir-egal-ich-lass-das-jetzt-so-Haltung oder aber: ein Selbstbräuner. Da ich schon einige Lenze auf dem Buckel habe, verfüge ich hierzu bereits über gewisse Erfahrungswerte und weiß: das handelsübliche Bräunungscreme-Zeug stinkt, sieht im Ergebnis streifig aus oder wie Babyhaut nach dem Genuss von deutlich zu viel Karottensaft. Entsprechend skeptisch bin ich, als vertrauenswürdige Quellen von Bräunungscreme-Produkten von „Saint Tropez“ schwärmen. Da ist zunächst mal die Verpackung: nix braun, nix gold, nix schnörkelige Schrift – platinfarben sind die schlichten St.Tropez Tuben und Döschen und haben damit fast einen maskulinen Touch, der mehr an Ölkännchen erinnert, als an ein feminines Beautyprodukt wie Selbstbräuner oder Bräunungscreme.
Kerstin Geffert
Standort: Berlin

Standpunkt: Meist so 5–9 cm über dem Boden.

Hauptbeschäftigung: Geschäftsführerin Silk Relations GmbH. Wir machen Fashion-PR und Events. And I'm lovin' it.

Kauft mir das bitte jemand: Yoli Frozen Yogurt mit Himbeeren und Krokant. Ganz viel Blumenerde inkl. free Delivery (5. OG, kein Fahrstuhl). Einen Hermés-Wendegürtel. Tabi Overkneeboots von Margiela. Und den Panther Ring von Cartier (Alexandra, vielleicht bekommen wir beim Kauf von zweien Mengenrabatt?)

Das sollte bitte niemand mehr tragen: Ich bin der festen Überzeugung, dass ein gutes Styling selbst schlimme Sachen erträglich machen kann. Außer billigen Kunstlederschuhen vielleicht. Und doofen Jeanswaschungen.