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SCHUHE / besprochen von Silke Wichert am 30.04.2012

New Heels on the block: Sandalen mit Midi-Blockabsatz

Warum jetzt:
Viele Schuhdesigner ignorieren es konsequent, aber manchmal müssen Frauen im Leben tatsächlich: laufen. Sogar Distanzen von mehr als - 100 Metern! Es sei denn natürlich, man lebt in einer kollektiven No-Go-Area wie Los Angeles, dann beschränkt sich die maximale Auslauffläche auf zwei Barneys-Etagen und das lässt sich für geübte Frauen auch locker auf 10cm-und-mehr-Absätzen meistern. Die Vorzüge von High Heels dürften hinlänglich bekannt sein: Sie strecken optisch das Bein, was bei Röcken und Kleidern in jedem Fall von Vorteil ist. (Jeder der meint, mit Ballerinas gehe das doch genauso gut, hat entweder bemerkenswert schlanke Beine oder eine bemerkenswert naive Ignoranz.) Aber hier kommt der Ausweg: nicht flach, nicht hoch, sondern - midi. Und es ist trotzdem kein verzickte Kitten-Heel, sondern ein fester Blockabsatz, der es sogar über Kopfsteinpflaster schafft. Nicht leicht zu finden diese bodenständige Spezies, eigentlich haben vor allem Stella McCartney und Hannah MacGibbon für Chloé den Midi-Blockabsatz diese Saison im Programm. Muss irgendwie damit zu tun haben, dass sie Frauen sind, die auch mal um den, genau: Block gehen.
Silke Wichert
Standort: Berlin
Standpunkt:
„Doch, doch, genau so habe ich das gemeint“
Hauptbeschäftigung: Im Moderessort des SZ-Magazins. Zusammen mit Julia Freitag gründete sie Ende 2009 styleproofed.com


Kauft mir das bitte jemand: Das schwarze Kleid mit Wabensmok an den Ärmeln aus der Valentino-Kollektion für Herbst-/Winter 2012/2013

Das sollte bitte niemand mehr tragen: Die Lammfelljacken- und Bikertrenchcoat-Burberry-Kopie von Topshop. Werden leider auch nicht besser, wenn man sie tagtäglich anzieht