Prächtiges Mittelmaß: die schönsten Midi-Röcke
- Warum jetzt:
- Midi? Nicht alle Trends kriegen aus dem Englischen oder Französischen den besten Namen ab. "Colour Blocking" oder "New Romance" klingt per se irgendwie gut - auch wenn nur die Hälfte der Magazin-Leserinnen versteht, was damit eigentlich gemeint ist. "Die neue Midi-Länge" dagegen hört sich etwa so spannend an wie eine Rosamunde-Pilcher-Verfilmung. Das Thema hat es ohnehin nicht leicht: Auf den ersten Blick nichts Halbes und nichts Ganzes, weder kurz noch lang, sondern eben "bis zur Mitte der Wade"-lang. Aber die mittellange Midi-Länge für Röcke ist keineswegs Mittelmaß! Wir haben das Thema bereits im Sommer vorgestellt, im Herbst kommt das Mittelmaß aber erst richtig groß raus. Die britische Vogue hat in ihrer August-Ausgabe eine fantastische Strecke mit dem Model Arizona Muse dazu gemacht und zeigt, wie man Midi Skirts am besten trägt: Zu Seidenblusen mit Brusttaschen, schlichten Seiden-Longsleeves oder, zum downdressing, Pullover mit Zopfmuster. Und: spitze Pumps dazu sind zurück! Meine Mutter hat Midi-Röcke immer geliebt, was ich früher nie verstanden habe, weil kein Kind, das im Kleiderschrank der Mutter wühlt, auf diese Länge abfährt. Stattdessen versaute ich ihr also lieber das leuchtendgrüne Kleid von Leonard. Mittlerweile bin ich ihr allerdings sehr dankbar für eine ganze Battalion von Midi-Röcken. Ein knallroter mit großen aufgesetzten Taschen ist dabei, mit dem ich mich sofort sehr erwachsen fühle (im positiven Sinne) sowie ein dunkelbrauner mit großer Kellerfalte vorn, den ein Stylist in London gönnerhaft als "so Céline" adelte. Er ist von Windsor, wohlgemerkt. Gerade in der Übergangszeit sind Midi-Röcke übrigens eine dankbare Alternative: Viele von ihnen lassen sich (an noch eher kalten Tagen) gut mit 70ies Stiefeln kombinieren, sobald es wärmer wird, dürfen sie als erste die neuen Pumps begleiten, die man unter all den Maxi-Röcken dummerweise nie sieht.




