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MODE / besprochen von Julia Freitag am 18.02.2011

Blühen ohne gießen: die schönsten Blumendrucke der Designer

Warum jetzt:
Blumenprints gibt es jedes Jahr und meist kann ich sie in ihrer floralen Aufdringlichkeit kaum mehr ertragen. Denn wer will schon wie ein süßes Hippiemädchen oder eine Retro-Diva im Blumentotallook daherkommen? Da kaufe ich mir doch lieber einen Strauß bunter Tulpen, um ein wenig Farbe und Sommer in den grauen Vorfrühling einziehen zu lassen. Aber nein, dieses Jahr ist alles anders. Die Tulpen für die Vase nehme ich statt in bunt in weiß und dazu die Blumenprints von Stella McCartney, Erdem und anderen coolen Brit Designern, am besten bitte gleich im Totallook und in allen möglichen Variationen. Erdem hatte seine romantisch-florale "Ballet Russe"-Kollektion in einem Londoner Park unter weißen futuristischen Sonnensegeln präsentiert und Stella McCartney brachte Blumen und Früchtemotive auf so fantastische Art auf ihre schlichten Seidentops und Kleider, da lohnt sich die Investition in Mode weit mehr als die in bunte Sträuße (sie halten auch etwas länger). Aber bitte folgendes beachten: Blumendrucke müssen diesen Sommer aussehen wie die Ölmalerei von Monet oder Manet, wie alte Sesselbezüge oder Porzellanmalerei, also wenig regelmäßig, schön opulent und gerne auf weißem Fond. Wer dem floralen Totallook trotzdem nichts abgewinnen kann, pflückt sich nur ein tolles Seidentop und verpasst der verwaschenen Jeans vergangener Sommer damit ein Trendlifting.
Julia Freitag
Standort: Berlin
Standpunkt:
„Das geht alles noch besser. Viel besser!“


Hauptbeschäftigung: Julia arbeitete als Fashion Director für Magazine wie Vanity Fair und Glamour und hat schon Schauspielerinnen wie Diane Kruger den perfekten Look verpasst. Im Dezember 2009 gründete sie zusammen mit Silke „styleproofed.com“. Mehr Styling von Julia gibt es unter: www.juliafreitag.com