Während die Schauen in Paris allmählich zu Ende gehen, widmen wir uns schon mal wieder den wirklich wichtigen Dingen: Grundnahrungsmitteln wie gutem Brot zum Beispiel. In Berlin ist das ja bekanntlich gar nicht so leicht zu finden, auch wenn wir der Hofpfisterei nachwievor sehr dankbar sind, hier erste Versorgungszentren eingerichtet zu haben. Für Gegenbeispiele empfehlen wir den Besuch eines “Lila Bäckers”, etwa im Extra auf der Schönhauser Allee. Danach ist jede Ostschrippe eine Offenbarung.
Allen, die einmal richtig gutes Brot in Berlin essen möchten, empfehlen wir noch mal “the Bread Exchange” von Malin Elmlid. Die Schwedin war auf der Suche nach wirklich gutem Sauerteigbrot, fand keines, probierte es selber und überforderte mit den daraus entstehenden Mengen die Kapazitäten ihrer Freunde und Nachbarn so sehr, dass sie anfing, ihre Brote zu tauschen. Eine Klavierstunde gegen ein Brot, ein Bild gegen ein Brot, ein Kilo Pflaumen aus der Datsche gegen ein Plum-Bread – laut Elmlid kann das Tauschmittel so ziemlich alles sein. Nur Geld nimmt sie nicht – zu unkreativ (außerdem hat sie auch noch einen Job als Salesmanager bei Levi’s Vintage). Ihre Brote könnte man wahrscheinlich sowieso nicht bezahlen, sagt sie: Mindestens 24h braucht der Sauerteig um zu gären, am Anfang wird der Laib alle 20 Minuten gewickelt – bei Butter Lindner würde das dann ungefähr 10 Euro pro Stück machen…
Wie man ein Brot bei the Bread Exchange tauscht? Sich mit Malin Elmlid auf facebook connecten und die nächste Backladung abwarten, dann Tauschangebote senden. Ein paar Tage dauert es allerdings noch – die Bread Exchange ist gerade in Paris. Um die Fashion Crowd zu versorgen? Seit wann essen die denn Brot…
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